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Entspannungstraining für Kinder und Jugendliche

Entspannungsmethoden werden seit vielen Jahrzehnten für Kinder und Jugendlicher angewandt. Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson werden von vielen Krankenkassen als förderungswürdig anerkannt. Kinder können spielerisch Entspannungsverfahren lernen, um eigene Strategien im Umgang mit Stress zu entwickeln.

Die Entspannungsmethode muss hierfür so lange eingeübt werden, bis sich das Kind willentlich entspannen kann. Da die physiologische Entspannungsreaktion und die körperliche Stressreaktion des Körpers sich gegenseitig ausschließen, wird die nervöse Anspannung geringer. Ebenfalls haben sich Entspannungsübungen auch für hyperaktive und unkonzentrierte Kinder bewährt. Ihnen helfen Entspannungsübungen „herunter zu kommen“ und zumindest für kurze Zeit abzuschalten. Bei stark ausgeprägter Hyperaktivität, wird ein Einzeltraining angeraten.

Bei verhaltensauffälligen Kindern können Entspannungsverfahren ihren Teil dazu beitragen, dass andere Therapien leichter durchgeführt werden oder greifen können. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, müssen die Entspannungsübungen anfangs häufig trainiert werden. Optimal sind dreimal täglich, jedoch mindestens einmal am Tag. Später, wenn die Konditionierung eingetreten ist, genügt es seltener. Geeignete Zeitpunkte zum Üben sind vor den Hausaufgaben oder beim Schlafengehen.

Im Entspannungstraining für Kinder gilt es, die Kinder spielerisch zur Ruhe zu bringen.

Kinder brauchen vor der eigentlichen Entspannung dynamische Übungen und Spiele zum Spannungsabbau und Loslassen gestauter Energie. Diese Spiele fördern u. a. die Körperkoordination und dienen zur Einarbeitung in das Thema der kommenden Stunde. Beispielsweise wird in der Stunde in der die Wärmeformel des Autogenen Trainings eingeübt wird, mit Elementen gearbeitet, die Wärme erzeugen oder suggerieren. Wir hüpfen bis uns warm wird, wir reiben und rubbeln die Arme und Beine bis diese spürbar warm werden. Wir stellen uns die warme Sommersonne vor oder spüren ein erwärmtes Kirschkernkissen ganz bewusst u. v. m. Auf diese Weise wird das im Autogenen Training erwünschte Wärmegefühl zunächst physisch erzeugt. So ist es für Kinder leichter, die Wärme in den Körperteilen gedanklich entstehen zu lassen.

Oft malen wir am Ende der Stunde. Manchmal wird auch ein Mandala gebastelt. In der Stille ausgeführt, ist Malen meditativ und ein gut geeignetes Mittel, um die aktuelle Befindlichkeit auszudrücken. Sie sind fester Bestandteil des Entspannungstrainings für Kinder und Jugendliche. Zusätzlich dient das selbstgemalte Bild als Transfermittel in den Alltag.

In der Regel arbeite ich mit kleinen Gruppen mit einer maximalen Gruppengröße von 8 Teilnehmern.

Auch individuell gestaltetes und auf den jeweiligen Bedarf zugeschnittenes Entspannungstraining in Einzelsitzungen ist möglich.

 

Ich bin anerkannte Präventionsanbieterin nach § 20 SGB V.

Dadurch haben meine Kursteilnehmer die Möglichkeit eine anteilige Erstattung der Kurskosten durch ihre Krankenkasse zu beantragen. Es ist ratsam, sich vor Beginn des Kurses bei der zuständigen Krankenkasse zu informieren. Gerne gebe ich hierzu detailliertere Auskunft.

Da die Krankenkassen Einzelentspannungstrainings nicht in ihrem Präventionskatalog führen, sind diese meist von der Erstattungsfähigkeit ausgeschlossen.

 

Was können Entspannungsverfahren bewirken?

Warum sind Entspannungsverfahren hilfreich?

  • Ruhe und Gelassenheit erlernen
  • Freude an Entspannung entwickeln
  • Prüfungen und Klassenarbeiten entspannt bewältigen
  • Aufmerksamkeit ausrichten / bündeln /
  • Stabile Persönlichkeit ausbilden
  • Konzentration auf das Wesentliche fokussieren
  • Lernaufgaben bewältigen
  • Sich schulischen Anforderungen gewachsen fühlen
  • Innere Mitte finden und halten

 

Autogenes Training für Kinder / Jugendliche

Gerade unruhigen und unkonzentrierten, aber auch schüchternen und ängstlichen Kindern kommen die Imaginationsübungen aus dem Autogenen Training entgegen. Selbst wenn manche Kinder die eigentlichen Entspannungsmethoden noch nicht beherrschen, können sie der „verpackten Geschichte“ zuhören und schaffen es so zunehmend besser, die geforderte Zeit über ruhig zu bleiben. Auf diese Weise können sie allmählich lernen, sich willentlich zu entspannen.

 

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR / PME)

Bei der PMR handelt sich um ein aktives Verfahren. Es arbeitet in der klassischen Version nach Jacobson nicht mit Vorstellungsbildern; ist also kein Suggestivverfahren.

Die Wahrnehmung körperlicher innerer Zustände ist eine notwendige Voraussetzung für bestimmte Entspannungsverfahren.

PMR basiert darauf, dass einzelne Muskelgruppen von der Stirn, über Arme, Rumpf und Beine systematisch angespannt und losgelassen werden. Dadurch entsteht ein Kontrasteffekt, der den Übenden verdeutlicht, was der Unterschied zwischen angespannter und entspannter Muskulatur ist. Die gesteigerte Wahrnehmung kann zur Förderung der Entspannungsfähigkeit gezählt werden.

 

Ein Wort zu Fantasiereisen

Fantasiereisen sind „kein Kinderspiel“. Fantasiereisen und Entspannungsgeschichten sind in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen. Sie haben Einfluss auf die kindliche Gefühlswelt, können im Unterbewusstsein wirken und sind deshalb gewissenhaft auszuwählen. Es gibt viele Bücher und CDs auf dem Markt. Viele davon sind aus professioneller, therapeutischer Sicht nicht oder nur eingeschränkt empfehlenswert. Hier ist sehr genaues Hinschauen und Hinterfragen der Inhalte angebracht!